Modellversuche bei Heroinabgabe
26.02.2007: Union mogelt sich zu Lasten von Betroffenen um eine klare Haltung herum
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Klaus Peter Rupp |
Am heutigen Freitag besuchte die Drogenbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Eichhorn, die Münchner Heroinambulanz. Sie bekräftige dabei die Haltung der Union, nur die bestehenden Modellversuche einer heroingestützten Substitution weiterzuführen, eine Zulassung von Diamorphin als Medikament aber abzulehnen. Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, hatte zuvor klargemacht, dass lediglich eine kleine, begrenzte Zahl von Schwerstabhängigen neu aufgenommen werden solle. Dazu erklärt Klaus-Peter Rupp, gesundheitspolitischer Sprecher der Rathaus-SPD: "Die Modellversuche laufen nun schon seit fünf Jahren. Die Studien haben klar ergeben, dass diese Behandlungsmethode für Schwerstabhängige anderen Therapieformen eindeutig überlegen ist. Nur aus ideologischen Gründen sträubt sich die Union gegen diese Erkenntnis. Mit ihrer Haltung schadet sie den schwerkranken Menschen."
Das 2002 von der damaligen Bundesregierung initiierte Projekt sollte flächendeckend Schwerstabhängigen kompetente Hilfe bieten.
Klaus-Peter Rupp: "Die Unions-Bundestagsfraktion darf sich nicht auf Kosten der Kommunen aus der Verantwortung stehlen. Sie ist gefordert, der Zulassung von Diamorphin als Medikament endlich zuzustimmen."


