Bürger und Anwohner frühzeitig beteiligen bei der Planung für den Paulanerstandort
23.12.2011: Die Bürgerinnen und Bürger vor Ort und der Bezirksausschuss 5 Au-Haidhausen sind frühzeitig in die Planungen für die neu zu entwickelnden Flächen der Paulanerbrauerei einzubeziehen.
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Bettina Messinger |
Antrag:
Die Bürgerinnen und Bürger vor Ort und der Bezirksausschuss 5 Au-Haidhausen sind frühzeitig in die Planungen für die neu zu entwickelnden Flächen der Paulanerbrauerei einzubeziehen.
Bei der Entwicklung eines Bebauungsplans ist darauf zu achten, dass eine auch hier über das Gebiet verteilte bewährte Münchner Mischung der Wohnformen Eigentum-, Miete- und sozial geförderter Wohnungsbau (Münchenmodell Wohnungen) zustande kommt und so auch mittlere und niedrige Einkommensbezieher sich den Standort obere Au noch leisten können.
Es soll ein Gesamtkonzept für die freiwerdenden Flächen an der Reger-, Welfen- und Ohlmüllerstraße erstellt werden, das auch die Fragen der sozialen Infrastruktur, der wohnortnahen Einzelhandelsversorgung, der Flächen für regionales Gewerbe und Handwerk und der Versorgung mit Grünflächen miteinbezieht.
Des weiteren soll untersucht werden, welche Fuß- und Radwegeverbindungen, z. B. oberhalb der Isarhangkante und unterhalb entlang des Auer Mühlbachs geschaffen werden könnten.
Begründung:
Durch die vermutliche Verlagerung der Produktion der Paulanerbrauerei aus der Au nach Langwied kann eines der letzten größeren zusammenhängenden Flächen in dem Stadtviertel Au entwickelt werden. Immerhin handelt es sich um eine Fläche von 91.500 m². Dies kann eine Chance für das Stadtviertel sein, wenn es gelingt die Bürgerinnen und Bürger vor Ort frühzeitig miteinzubeziehen, eine soziale Mischung im Wohnungsbau zu realisieren, neue Wege für Fußgänger und Radfahrer zu erschließen und insbesondere in der oberen Au eine öffentlich zugängliche Grünfläche, neben dem Kronegarten, entsteht.
Bei der Überplanung der Gelände sollte besonders sensibel auf die Geschichte eingegangen werden. Hier kann auf die Ergebnisse der „Geschichtswerkstatt Auer Mühlbach“ zurückgegriffen werden.
Dr. Jürgen Büllesbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Hausbau sagt selbst: „An diesem attraktiven Standort wird kein Luxusquartier entstehen, sondern eine Mischung aus Eigentums- und Mietwohnungen für Familien und Singles mit unterschiedlichem Einkommen, ergänzt durch kleinteiliges Gewerbe und großzügige Grünflächen. Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass sich die Gebäude sowohl funktional als auch ästhetisch in das Bild des Stadtviertels eingliedern und gleichzeitig einen zeitgemäßen, aber dennoch unverwechselbaren Charakter erhalten. Auch die Geschäfte und Cafés, die sich in dem neuen Quartier ansiedeln werden, sollen das Viertel bereichern.“
Diese Aussagen sollten auch in den Rahmenplanungen der Stadt sichergestellt werden, falls es zu einer Verlagerung der Brauerei von der Au nach Langwied kommt.
gez.
Bettina Messinger
Nikolaus Gradl
Claudia Tausend
Christiane Hacker
Monika Renner
Haimo Liebich
Stadtratsmitglieder


