Münchner Charta für die Musikszene - München gegen Hassmusik
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Irene Schmitt |
Antrag:
Das Kulturreferat wird gebeten, zu einem Treffen einzuladen, bei dem alle Münchner Veranstaltungsagenturen und Hallenbetreiber eingeladen sind. Ziel dieses Treffens soll es sein gemeinsam eine Münchner Charta für die Musikszene zu entwickeln. Niemand darf wegen seiner Herkunft, seines Geschlechts, seiner sexuellen Identität oder wegen seiner Religion benachteiligt werden. Künstler, die in München auftreten, sollen sich verpflichten auf diskriminierende oder gewaltverherrlichende Darbietungen zu verzichten. Die Meinungsfreiheit und die künstlerische Freiheit als hohe, schützenswerte Güter unserer Gesellschaft sind dabei zu berücksichtigen.
Begründung:
Das Hearing zu Hassmusik im Stadtrat hat aufgezeigt, dass auch in München Konzerte mit Musikgruppen veranstaltet werden, die diskriminierende und gewaltverherrlichende Songs spielen. Tabus werden salonfähig gemacht, z.B. durch die Aufforderung von CSU Ministerpräsident Seehofer an den "Hassmusiker" Bushido bei der Verleihung des Bayrischen Filmpreises 2009, er könne auch einen Werbesong für die CSU texten. Für die Münchner Stadtpolitik muss gelten, dass niemand zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufstacheln darf oder zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordert oder die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet.
gez.
Andreas Lotte
Stadtrat
Christian Müller
Stadtrat
Irene Schmitt
Stadträtin
Charta für brave Musik (Welt, 10.02.10)
Bushido & Co.: "Der Stadtrat zieht sich Hassmusik rein" (M.Merkur, 03.02.10)
Gangster-Rap und Neonazi-Songs (Bild,16.09.09)
Weitere Bilder
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