Trägervielfalt und Ortsbezug in der Kinder- und Jugendhilfe
02.02.2012: Erweiterte Kriterien bei der Auswahl von Trägern in der Kinder- und Jugendhilfe und bei Nachbarschafts- bzw. Bewohnertreffs an Standorten mit besonderem Handlungsbedarf - so lautet der Titel eines gemeinsamen Stadtratsantrags der Fraktionen von SPD und Grünen.
|
Christian Müller |
Antrag:
Die Stadtverwaltung wird gebeten, künftig bei der Ausschreibung von Trägerschaften im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sowie bei Nachbarschafts- und Bewohnertreffs an Standorten mit besonderem Handlungsbedarf die Auswahlkriterien zu erweitern. Als relevante Kriterien sind bei Regionen mit besonderem Handlungsbedarf die folgenden Aspekte in der Vergabe von Punkten verstärkt zu berücksichtigen:
- regionale Verankerung vor Ort
- Vernetzung im Stadtteil und Nutzung von Synergien bereits geleistete Vorarbeit
- In einem entsprechend erweiterten Auswahlverfahren ist jedoch zu beachten, dass es insgesamt weiterhin bei der gewünschten Trägervielfalt bleibt.
Begründung:
Bei der nach bestimmten Kriterien festgelegten Vergabe von Punktzahlen wurde bislang die regionale Verankerung und die bereits geleistete Vorarbeit und Vernetzung am Standort zu wenig berücksichtigt. Genau diese Aspekte sind aber an Standorten mit besonderem Handlungsbedarf besonders wichtig für die Qualität der Kinder- und Jugendarbeit und das Gelingen der Nachbarschafts- und Bewohnertreffs. Gerade an Standorten mit besonderem Handlungsbedarf können regionale Faktoren eine große Rolle spielen. Der Spielraum für die Träger-Auswahl soll durch die Aufnahme neuer Kriterien erweitert und so gewährleistet werden, dass für die einzelnen Standorte passende und regional gut verankerte Träger mit großer Akzeptanz vor Ort gefunden werden können. Gleichzeitig soll die Trägervielfalt in München erhalten bleiben.
Christian Müller
Dr. Constanze Söllner-Schaar
Verena Dietl
für die Fraktion die Grünen-rl:
Siegfried Benker
Gülseren Demirel
Jutta Koller
Stadtratsmitglieder


