Im Mittelpunkt: Das Kindeswohl
04.12.2007: Stadtrat hat Münchner Modell für frühe Hilfen beschlossen. Frühwarnsystem soll Schnittstelle zur Kinder- und Jugendhilfe gewährleisten.
In seiner heutigen Sitzung hat der Stadtrat den Ausbau der Frühen Hilfe für Eltern und Kinder und "Soziale Frühwarnsysteme" für Kinder in den ersten drei Lebensjahren beschlossen. Bis 2010 soll das "Münchner Modell des Frühwarnsystems" flächendeckend angeboten werden. Von Geburt an sollen Kinder aus Familien mit besonderen psychosozialen Risiken durch intensive Betreuung vor Vernachlässigung und Verwahrlosung geschützt werden. Das Motto muss lauten: Wahrnehmen, vermitteln, unterstützen.
Zentrale Säule des Münchner Modells ist der Hausbesuch durch die Kinderkrankenschwester. Entgegen bisheriger Praxis sollen die Kinderkrankenschwestern nicht nur Hilfs- und Unterstützungsangebote machen, sondern mit der Meldung auffälliger Situationen an die Sozialbürgerhäuser die konkrete Vermittlung an die Bezirksarbeit gewährleisten. Die Sozialbürgerhäuser haben im Münchner Modell eine Koordinations- und Vermittlungsfunktion aus der heraus sie die Träger der erziehungsberatung in den Sozialregionen über bestehenden Handlungsbedarf informiert. In den kommenden drei Jahren bis einschließlich 2010 wird die Landeshauptstadt insgesamt 5.173.330 Euro für Personal, Ausbildung und Einrichtung der Strukturen des Frühwarnsystems investieren.
Stadträtin Angelika Gebhardt, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Rathaus-SPD: "Für uns steht das Wohl jedes Kindes im Mittelpunkt. Als Stadtgesellschaft müssen wir unseren Beitrag leisten, wenn die Eltern, aus welchem Grund auch immer, dies nicht selbst gewährleisten können. Mit dem Münchner Modell haben wir den richtigen Ansatz gefunden, um dieses hochgesteckte Ziel Schritt für Schritt zu erreichen."
Stadträtin Jutta Koller, kinder- und jugendpolitische Sprecherin von B90/Die Grünen/rosaliste: "Wir wollen ein Netz knüpfen, das den Kleinsten und damit Schwächsten in München mehr Sicherheit bietet. Leider können wir keinen Garantieschein für eine glückliche Kindheit ausstellen, doch wir werden alles tun, um Eltern bei der Erziehung ihrer Kindern zu unterstützen."


