Transrapid: CSU-Täuschungsmanöver fehlgeschlagen
15.10.2007: Bürger fallen nicht auf Tunnelversprechen des Josef Sch. herein
Wieder ist ein Täuschungsmanöver der Münchner CSU fehlgeschlagen. Auf die jetzt vom CSU-Fraktionsvorsitzenden Josef Schmid eingeforderte komplette Untertunnelung der Transrapid-Strecke im Stadtgebiet fallen die Münchner nicht herein. Die Feldmochinger gaben Diana Stachowitz, die für die SPD-Fraktion den Kontakt zu den Anti-Transrapid-Initiativen hält, sowie Fraktionsvize Alexander Reissl beim Rosstag am gestrigen Sonntag mit auf den Weg, den Widerstand der Stadt gegen die Schwebebahn zu verstärken. Die Kutsche der SPD, in der auch Oberbürgermeister Christian Ude mitfuhr, wurde von den Zuschauern mit fulminanten Beifall begrüßt. "Die Bürger wissen: Man kann den Transrapid verhindern oder muss ihn erleiden - dazwischen gibt es nichts. Mit dem Tunnel-Täuschungsversuch lässt sich niemand hinters Licht führen, zumal das Planfeststellungsstellungsverfahren fortgeschritten ist", stellen die SPD-Stadträte fest.
Diana Stachowitz: "Die Leute schütteln über Josef Schmid den Kopf. Wie soll beim Planfeststellungsverfahren etwas herauskommen, was weder geplant noch beantragt worden ist? Und sie wissen: In der CSU sticht immer der Ober den Unter, und der CSU-Vorsitzende Erwin Huber hat Josef Schmid umgehend widersprochen."
Alexander Reissl: "Herr Schmid meint: Man wisse nun, dass der Transrapid gebaut werde. Jetzt müsse überlegt werden, wie sich die Planung optimieren lasse. Das ist der Gipfel der Unseriosität und Scheinheiligkeit. Denn die Magnetbahn wäre bereits jetzt deutlich unterfinanziert. Eine Gesamtuntertunnelung würde einen zusätzlichen dreistelligen Millionenbetrag kosten."


