Rathaus-SPD: Alternative Pflege- und Betreuungsformen für Senioren sollen flächendeckend angeboten werden
11.10.2007: Münchner wollen im Alter länger in vertrauter Umgebung bleiben können
Der im September 2005 von der Rathaus-SPD angestoßene Prozess, den Menschen es zu ermöglichen, dass sie im Alter länger in ihrer Wohnung, zumindest aber im vertrauten Viertel bleiben können, ist auf einem guten Weg. Dies geht aus einer Bekanntgabe hervor, die in der heutigen gemeinsamen Sitzung dem Sozialausschuss und Planungsausschuss vorgelegt wurde. Danach soll sichergestellt werden, dass im Jahr 2015 die schätzungsweise zusätzlich benötigten 1.300 vollstationären Pflegeplätze vor allem für Senioren und Demenzkranke zur Verfügung stehen. Die Hälfte der Plätze soll in alternativen Betreuungseinrichtungen bzw. ambulant betreuten Wohngemeinschaften, die die Stadt mit einer Anschubfinanzierung unterstützen wird, bereit gehalten werden. Bisher sind 29 Standorte geplant.
Dazu Brigitte Meier, sozialpolitische Sprecherin: "Die Menschen wollen im Alter in ihrer vertrauten Umgebung bleiben, gerade wenn sie hilfs- oder pflegebedürftig sind. Das vorliegende Konzept der städtischen aber auch privater Wohnungsbaugesellschaften und ihrer Kooperationspartner wird diesem Anspruch gerecht."
Mit diesem Ansatz soll nach dem Willen der Rathaus-SPD sowohl insbesondere sozial schwächeren Senioren eine adäquate Pflege ermöglicht als auch die Angehörigen bei ihrer Pflegarbeit entlastet werden. Gertraud Walter, wohnungspolitische Sprecherin: "Die Familien können häufig ihre pflegebedürftigen Angehörigen gar nicht so betreuen wie sie wollen, weil die berufliche Situation es nicht zulässt. Dieser Tatsache wie auch dem Umstand, dass immer mehr Singles in ein Alter kommen, in der sie auf Pflege angewiesen sind, tragen wir heute schon Rechnung."


