Rot-Grün erhöht Förderung für ehrenamtliche Mittagsbetreuung an Schulen
27.09.2007: Preisentwicklung soll durch Förderung abgedeckt werden.
Die Stadtratsfraktionen von SPD und Bündnis90/Die Grünen - rosa liste fordern in einem Antrag die stärkere finanzielle Förderung der von Elterninitiativen und privaten Trägern durchgeführten Mittagsbetreuung an Schulen. Außerdem sollen nach dem Willen der Fraktionen auch die Sachleistungen an die gestiegenen Aufwände angepasst und die Förderung für die erweiterte Beratungstätigkeit des Kleinkindertagesstättenvereins KKT erhöht werden. Die Mittagsbetreuung durch Elterninitiativen hat sich - mit überwiegend städtischer Unterstützung - zu einer unverzichtbaren Ergänzung der Schulversorgung entwickelt, solange der Freistaat noch keine bedarfsgerechten Ganztagsschulen einrichtet. Im Rahmen der kind- und familiengerechten staatlichen Halbtagsgrundschule wurde das Angebot einer Mittagsbetreuung im Bayerischen Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEug) gesetzlich verankert. Die Mittagsbetreuung wird von privaten Trägern und Elterninitiativen organisiert. Inzwischen werden an 125 Schulen circa 6800 Kinder betreut. Seit 1994 ist der städtische Personalkostenzuschuss von 7,30 Euro pro Betreuungsstunde (je Woche und Gruppe) unverändert.
Haimo Liebich, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: "Die CSU-Staatsregierung versäumt es seit Jahren, endlich bedarfsgerechte Ganztagschulen einzurichten. Sie bringt dadurch viele Eltern in eine schwierige Notlage, weil ihre Kinder mittags ohne Aufsicht wären. Mit viel Engagement versuchen Elterninitiativen und private Träger aus dieser Situation mit einer ehrenamtlichen Mittagsbetreuung das Beste zu machen. Die Stadt weiß dieses Engagement sehr zu schätzen und soll nach unserer Vorstellung die finanzielle Förderung dafür noch erhöhen. Die eigentliche Lösung ist und bleibt aber eine echte Ganztagsschule, die der Freistaat Bayern endlich schaffen muss."
Jutta Koller, Fraktion Die Grünen - rosa liste: "Ohne die vom ehrenamtlichen Engagement der Eltern getragene Mittagsbetreuung hätten wir in München einen eklatanten Betreuungsnotstand. Und ohne die intensive Begleitung durch die KKT könnte die Mittagsbetreuung nicht ihre qualitativ hohen Ansprüche aufrecht erhalten. Doch hohe Qualität verursacht Kosten, an denen die Stadt sich stärker als bisher beteiligen muss."


