SPD schützt die Marke München
01.02.2012: Die Landeshauptstadt München prüft, unter welchen Bedingungen sie sich selbst um die lokale Internetadresse mit den Endungen .muenchen und .munich bewerben kann. Einen entsprechenden rot-grünen Antrag hat der Stadtrat heute einstimmig beschlossen. Eine städtische Tochtergesellschaft soll dabei die Domain verwalten und betreiben. Damit war die SPD-Initiative, die Marke „München“ vor Missbrauch zu schützen, erfolgreich.
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Christian Amlong |
Voraussichtlich 2013 wird es erstmals möglich sein, lokale und regionale Internetadressen für den Standort Deutschland nicht mehr nur auf .de enden zu lassen. Die Bewerbungsfrist bei der zuständigen Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) hat am 12. Januar 2012 begonnen. SPD und Grüne fordern in einem heute beschlossenen Ergänzungsantrag, dass die Landeshauptstadt prüft und unverzüglich darlegt, ob und wie sich die Landeshauptstadt München selbst oder gemeinsam mit einer städtischen Gesellschaft für die so genannte Top-Level-Domain .muenchen beziehungsweise .munich bewerben kann. In jedem Fall soll eine städtische Tochtergesellschaft die Domain verwalten und betreiben.
Christian Amlong, Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion im Verwaltungs- und Personalausschuss:
„Der Erwerb der Endungen .muenchen und .munich ist eine großartige Chance für München. Wir stellen sicher, dass die Menschen, die sich im Internet über unsere schöne Stadt informieren möchten, auch tatsächlich dort landen. Es ist für die Bürgerinnen und Bürger und für die Wirtschaft gleichermaßen von Vorteil, dass wir die Internetadresse nicht Dritten überlassen, die sich dem Stadtnamen und dem damit verbundenen Image nicht verpflichtet fühlen. Die weltberühmte Marke „München“ schützen wir so auch vor Missbrauch.“
Haimo Liebich, Stadtrat und Mitglied im IT-Ausschuss:
„Das Erfreuliche an unserer Initiative ist nicht nur, dass der Landeshauptstadt sämtliche Vorkehrungen beim Bewerbungsverfahren erspart bleiben, um sich gegen Missbrauch rechtlich abzusichern. Wir sorgen auch dafür, dass die erfolgreichen städtischen Tochtergesellschaften, die von der neuen Top-Level-Domain profitieren werden, auch den finanziellen und den Verwaltungsaufwand dafür tragen.“


