Rathaus-SPD: Synergie nutzen - Berufsqualifizierung durch Kunstförderung
19.03.2007: München geht mit Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekt für angehende Kulturwirte und -manager neue Wege
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Monika Renner |
Auf Initiative der Rathaus-SPD hat der Stadtrat mit dem Projekt "Räume für Kreative" erstmals Arbeitsmarkt- und Kunstförderung in einer Maßnahme gebündelt. In der ehemaligen Werkhalle 60 in der Kistlerhofstraße 70 sollen durch das Wohnforum München, ein Qualifizierungsprogramm für ALG II-Empfänger, über 30 Künstlerateliers gebaut werden. Die kostengünstigen Ateliers werden dann von einer Agentur betrieben, die ihrerseits eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahme für junge Kulturwirte und -manager bilden wird. Die Stadt wird dabei nur die Anschubfinanzierung übernehmen. Das Projekt soll sich mittelfristig selbst tragen. Stadträtin Monika Renner erklärt: "Kunst und Kultur werden perspektivisch noch wichtiger für den Arbeitsmarkt werden als sie es heute schon sind. Die Reputation von Regionen und Städten auf Grund des kreativen Potenzials ist selbst zu einem Wirtschaftsfaktor geworden. Diesen Trend müssen wir für München nutzbar machen. Deshalb wollen wir sowohl für Kreative wie auch für Kulturökonomen ein Impulsangebot machen. Studien zeigen: Kunst und Kultur geben wichtige Impulse für den Arbeitsmarkt. Gerade in der Verlagsstadt München dürfen wir dieses Potenzial nicht ungenutzt lassen." Neben dem Verlagswesen sind auch Branchen wie Werbung, Software und Multimedia, Design, Grafik und Mode auf Impulse aus einer lebendigen Kunstszene angewiesen. Die 597.000 Euro Projektkosten werden aus dem Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm MBQ finanziert. Erstbezug Spätherbst 2007 Bis Mai sollen, so sieht es der Beschluss des Stadtrates vor, die Vorplanungen und -arbeiten abgeschlossen sein. Bis im Juli soll das Kernteam der Agentur zusammengestellt sein und die Arbeit aufnehmen, während das Objekt an der Kistlerhofstraße saniert und ausgebaut wird. Im Spätherbst sollen die ersten Künstlerinnen und Künstler, die von einem Fachbeirat ausgewählt werden, in ihre neuen Ateliers einziehen können. Monika Renner: "Kreativität wird immer mehr zum Standortfaktor, weil dadurch kreative Industrie- und Gewerbeunternehmen angezogen werden, die in der Regel überdurchschnittlich wachstums- und beschäftigungsintensiv sind. Deshalb müssen und werden wir diesen Bereich weiter fördern. Mit dem Projekt "Räume für Kreative" setzt die Rathaus-Politik Akzente in der Arbeitsmarktförderung. Damit ist München einmal mehr in der europäischen Spitzenliga vertreten."


