ÖPNV: Mehr Haltestellen und dichterer Takt – was kostest das und wer zahlt's?
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Alexander Reissl |
Was kosten höhere Standards im öffentlichen Personennahverkehr? Das will die SPD-Stadtratsfraktion jetzt von der Stadtverwaltung erfahren. Hintergrund des heute heute gestellten Antrags zu diesem Thema sind entsprechende Forderungen einzelner Stadtratsmitglieder der CSU und der Grünen.
Wenn in Zukunft U-Bahnhöfe 400 statt 600 Meter, Straßenbahn- und Bushaltestellen 300 statt 400 Meter auseinander liegen sollen, der 10-Minuten-Takt länger am Tage gefahren werden soll und der Takt bei den Bussen dichter werden soll, ist das für die Fahrgäste sicher angenehm.
Alexander Reissl, Fraktionsvorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion:
„Diese von einzelnen Stadtratsmitgliedern der CSU und der Grünen geforderte Erhöhung der Standards ist zwar vielleicht wünschenswert, aber sie kosten eine Menge Geld. Wie viel genau, wollen wir jetzt von der Stadtverwaltung errechnet haben. Um eine solche Diskussion verantwortlich zu führen, muss man klären, was derartige Verbesserungen kosten und letztendlich entscheiden, wer sie bezahlt. Alles andere ist ein Wunschkonzert mit wenig Aussichten auf Realisierung.“
Die Verwaltung soll dem Stadtrat nun darstellen, mit welchen Kosten zu rechnen wäre, wenn die bisher im Nahverkehrsplan definierten Bedienstandards im Allgemeinen Personennahverkehr, also die Abstände der Haltestellen und die Taktung, verbessert würden.
Alexander Reissl:
„Natürlich hat die die Inbetriebnahme von U-Bahnlinien wie kürzlich in Moosach stets zu Veränderungen bei den bisherigen Verkehrsmitteln an der Oberfläche geführt. Aber eine Diskussion um die Veränderung der Standards kann nicht populistisch, sondern nur auf sauber errechneten Grundlagen geführt werden. Politik ist eben immer auch die Kunst des Verantwortbaren und damit Machbaren.“


