Folgen der Bayerischen Schulpolitik klären
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Beatrix Zurek |
Mit einem heuten gestellten Antrag will die SPD-Stadtratsfraktion Erkenntnisse über die Anmeldesituation an den Münchner Real-, Hauptschulen und Gymnasien erhalten. So soll das Schul- und Kultusreferat dem Stadtrat darstellen, wie Schülerinnen und Schüler für die einzelnen Schularten angemeldet sind, wie viele Eingangsklassen gebildet werden müssen und wie sich diese Zahlen jeweils im Vergleich zum Vorjahr und zum Schuljahr 2005/2006 verändert haben. Zudem soll der entsprechende Raumbedarf in den Schulen aufgezeigt werden.
Beatrix Zurek, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Stadtratsfraktion:
„Der Freistaat stellt mit den ständigen Veränderungen die Schul-, vor allem aber die Sachaufwandsträger und damit die Stadt München laufend vor vollendete Tatsachen. Ohne ausreichend Zeit zu haben, die Voraussetzungen für Änderungen wie das G8 oder die Mittelschule zu schaffen, muss die Stadt dann eilends aufoktroyierte Konzepte umsetzen.“
Hintergrund des heutigen Antrags sind die Beschlüsse der Bayerischen Staatsregierung wie die überhastete Einführung des achtjährigen Gymnasiums, die Eilerfindung der Mittelschule oder die plötzlichen Änderungen bei den Zulassungsvoraussetzungen für weiterführende Schulen.
Alexander Reissl, Fraktionsvorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion:
„Die Schulpolitik der Bayerischen Staatsregierung gleicht einem Hobbyexperimentierlabor – versehentliche Explosionen inbegriffen. Eine klare Linie ist dabei seit Jahren nicht mehr zu erkennen. Die Schulstadt München bekommt alle paar Monate mit minimalem zeitlichen Vorlauf neue unausgereifte Beschlüsse vorgesetzt und darf dann sehen, wie sie die Folgen bewältigen und Räumlichkeiten, Infrastruktur sowie Finanzmittel für Herrn Spaenles neueste fixe Idee bereitstellen kann.“


