SPD für moderne Bade- und Bootsverordnung noch im Sommer 2010
28.05.2010: Wenn nicht gerade gefährliches Hochwasser herrscht, ist die renaturierte Isar ein attraktiver Freizeit-, Sport- und Erholungsraum. Jetzt muss auch das geltende Recht angepasst und modernisiert werden, fordert die Rathaus-SPD. Möglichst noch in dieser Saison soll die sog. Bade- und Bootsverordnung novelliert werden. Ziel ist ein fairer Interessenausgleich zwischen unterschiedlichen Nutzern des Isarreviers - und ein hohes Maß an Sicherheit.
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Nicht ungefährlich: Surfen an der Reichenbachbrücke bei Hochwasser (Foto: SPD/cs) |
Innerhalb weniger Jahre hat sich die Isar in München zu einem attraktiven Freizeit-, Bade- und Sportrevier entwickelt, vor allem dank verbesserter Wasserqualität und erfolgreicher Renaturierung. Highlights wie der Surfspot Eisbach am Englischen Garten kommen hinzu. Jetzt muss auch das geltende Recht angepasst und im Interesse einer modernen Stadtgesellschaft weiterentwickelt werden. Auf Initiative von Stadtrat Nikolaus Gradl schlägt die SPD-Fraktion deshalb in einem Stadtratsantrag vor, die einschlägige Bade- und Bootsverordnung von 1976 möglichst bald zu novellieren.
Vor allem die folgenden Punkte sollen dabei berücksichtigt werden:
- die Freigabe des Bereichs zwischen Braunauer Eisenbahnbrücke und 50 Meter südlich der Corneliusbrücke für Kajak- und Kanufahrer
- die Legalisierung des Surfens am Eisbach, der Wittelsbacher Brücke und der Reichenbachbrücke
- die Freigabe des Badens in der Innenstadt auf der östlichen Flussseite der Isar, nicht jedoch in der "kleinen Isar" aus ökologischen Gründen
- klare und allgemeinverständliche Formulierung, z.B. mit Meterangaben an Gefahrenstellen und Hervorhebung der Gewässerstrecken, die zum Allgemeingebrauch freigegeben sind
Mit diesem Konzept wird sowohl dem Sport, den Freizeit- und Erholungsbedürfnissen der Münchnerinnen und Münchner, aber auch dem Naturschutz Rechnung getragen.
Ein zusätzlicher SPD-Antrag will die Floßlände im Münchner Süden sportlich aufwerten. Mindestens an Wochenenden könnte die durchfließende Wassermenge für mehrere Stunden so erhöht werden, dass eine stehende Welle am Auslauf des Floßkanals in die Floßlände entsteht.
Video: Surfen an der Floßlände Thalkirchen
Video: Kajak Freestyle
Nikolaus Gradl, Initiator und stv. umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:
"Der neue Kinofilm Keep Surfing zeigt anschaulich, dass in München an mehreren Stellen gesurft werden kann, aber auch, dass es kein ungefährlicher Sport ist. Die Floßländenwelle ist gerade für ungeübte Surfer eine Alternative. Die SPD-Fraktion will erreichen, dass diese Welle möglichst oft genutzt werden kann - auch von Kajak- und Kanufahrern."
Verena Dietl, sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion:
„Unser Ziel ist, dass alle Sportbegeisterten die Isar nutzen und individuell ihre eigene Sportart betreiben können. Das entspricht dem Lebensgefühl der Sportstadt München. Allerdings brauchen wir einen fairen Interessenausgleich zwischen den unterschiedlichen Nutzern des Natur- und Freizeitraums Isar.“
Surfer-Film schlägt Wellen: Mehr Plätze für Wassersportler (Hallo, 03.06.10)
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Mehr Badespaß in der Isar (Merkur online, 28.05.10)
Freier Planschen: SPD will besseren Isar-Zugang für Wassersportler (SZ, 29.05.10)
München: Die Hauptstadt des Fluss-Surfens (Merkur, 20.05.10)
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