Kein Gruß vom Wörthersee? - Faltlhauser in kulturellen Untiefen
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Alexander Reissl |
Das im heutigen Münchner Merkur veröffentlichte Interview mit dem ehemaligen Bayerischen Finanzminister Kurt Faltlhauser zum Aus für einen Konzertsaal im Marstall wirft einige Fragen auf. Zum einen akzeptiert der Vorsitzende des Vereins Konzertsaal Marstall e.V. zwar das Gutachten des japanischen Akustikexperten Toyota, würde aber zum anderen ohne Bedenken gerne den Denkmalschutz aushebeln, um den Saal größer zu bauen. Wenn das nicht geht, würde der CSU-Politiker die heutige Grünfläche Finanzgarten zubauen. "Es hat doch keinen Wert, wenn es in München in Sachen Konzertsaal eine dauernde Konkurrenzsituation gibt", sagt Faltlhauser.
"Da hat er recht", meint Alexander Reissl, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, "allerdings ist es umso verwunderlicher, dass Herr Faltlhauser mit aller Macht und irrsinnigen Summen versuchen will, genau diese Konkurrenzsituation durch den Bau eines neuen Saales anzustreben. Wir dachten eigentlich, der ehemalige Bayerische Finanzminister sei beim Tauchurlaub am Wörthersee, wo er die 3,7 Milliarden aus dem Hypo-Alpe-Adria-Desaster wieder finden wolle. Wenn dieses Geld wieder auftauchen sollte, gäbe es wohl kein Finanzierungsproblem. Ansonsten bleiben wir bei unserer Haltung: Stadt und Freistaat sollten gemeinsam den Gasteig ertüchtigen."
Am 11. Mai hatte der Münchner Merkur über das Aus der Marstall-Pläne und zugleich über Annäherungsbestrebungen des Freistaats an die Stadt berichtet.


