Gemeinsame Erziehung aller Kinder - Inklusion in städtischen Kindertagesstätten
03.12.2009: Mit einem heute gestellten Antrag will die SPD-Stadtratsfraktion die gemeinsame Erziehung aller, also behinderter und nicht behinderter Kinder in den Münchner Kindertagesstätten weiter vorantreiben.
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Beatrix Zurek |
Daher wird die Stadtverwaltung nun beauftragt, konsequent den weiteren Ausbau von Integrationseinrichtungen hin zur Inklusion zu betreiben. Inklusion bedeutet, dass Kinder unabhängig von ihren physischen, intellektuellen, sozialen, emotionalen, sprachlichen oder anderen Fähigkeiten und ihrer Herkunft gemeinsam erzogen werden können. Die Vielfalt wird dabei als Normalität betrachtet.
Beatrix Zurek, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Stadtratsfraktion:
"Die Inklusion geht über die Integration weit hinaus: Im Optimalfall sind die behinderten Kinder nicht nur eine Gruppe in einer Tagesstätte, sondern die Normalität ist dann, dass alle Kinder in gleicher Weise Mitglieder einer Gruppe sind. Das ist unser Ziel und die Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass nicht nur die Kinder sondern die gesamte Gesellschaft davon profitiert. Das wollen wir nun auch in München erreichen."
Die SPD-Fraktion folgt damit nicht nur einer Anregung des Münchner Behindertenbeirats sondern auch der UN-Behindertenrechtskonvention, die die inklusive Pädagogik fordert. Ziel des Antrags ist, die Inklusion und damit entsprechende Plätze für behinderte Kinder sowie frühe und gezielte Förderungen in den Münchner Kindertagesstätten zeit- und wohnortnah zur Verfügung zu stellen.
Christian Müller, Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion im Kinder- und Jugendhilfeausschuss:
"Natürlich erfordert die Umstellung auf das Inklusionskonzept einiges an Aufwand, daher muss hier auch referatsübergreifend gearbeitet werden. Aber wir sind überzeugt, dass die Inklusion für alle Beteiligten und die Münchner Stadtgesellschaft eine Bereicherung sein wird."


