Runge disqualifiziert sich in der S-Bahn-Diskussion
03.12.2009: Die heute in der Süddeutschen Zeitung zitierte Aussage des grünen Landtagsabgeordneten Martin Runge, dass er den zweiten S-Bahn-Stammstreckentunnel verhindern möchte, "notfalls auch für den Preis, dass gar nichts kommt", kritisiert die Münchner Rathaus-SPD scharf.
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Alexander Reissl |
Der Wunsch, nach zwei Gutachten und über 15 Jahren der Diskussion eine weitere vergleichende Untersuchung des Stammstreckentunnels und des Südrings durchzuführen, kam von Runge, einigen Grünen und anderen selbsternannten Verkehrsexperten der CSU und der FDP. Nachdem diese Studie nun nicht den von den Südringfreunden gewünschten Erfolg gebracht hat, wird sie von Runge als "plumpes Tricksen und Täuschen", als "nicht zielführende Entscheidungsgrundlage" und als unseriös bezeichnet.
Ein entscheidender Fehler dieser Sichtweise ist, dass der fehlende Nutzen des Südrings, nämlich die Menschen wunschgemäß aus den Außenbezirken und dem Umland in die Innenstadt zu bringen, nicht von Martin Runge betrachtet wird. Gleichzeitig wären aber enorme Kosten für seinen Bau notwendig.
Alexander Reissl, Fraktionsvorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion:
"Die von Runge getätigte Aussage, dass er "notfalls auch für den Preis, dass gar nichts kommt" weiter das Gutachten anzweifelt, zeigt das gefährliches Spiel, dass er hier treibt. Die Studie als "nicht zielführende Entscheidungsgrundlage" zu bezeichnen, entlarvt, dass es nie sein Ziel war, ein Vergleichsergebnis auch zu akzeptieren. Das ist an Destruktivität nicht zu überbieten und ein Schlag ins Gesicht all der Münchner und der Pendler, die seit Jahren auf eine Verbesserung im S-Bahn-System warten. Was treibt denn Runge an, was ist sein Motiv? Er stellt jedenfalls klar, dass ihm die eigene Rechthaberei wichtiger als jede konstruktive Lösung von Verkehrsproblemen ist."


