Unterländer sagt zur Express-S-Bahn die Unwahrheit
16.12.2008: Die vom Landtagsabgeordneten Joachim Unterländer am 12.12.08 auf der CSU-Parteiveranstaltung "Bürgerdialog" gemachte Aussage, die Stadt München habe eine Lösung der Flughafenanbindung "verschleppt und verpennt" ist eine Unwahrheit höchsten Ranges.
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Alexander Reissl |
Gerade weil der Freistaat als Aufgabenträger jahrelang mit dem hartnäckigen Festhalten am Transrapid sämtliche weitere Planungen für die S1-Strecke blockiert hat, konnte die Stadt München hier keine Planungen anstellen. Zum Transrapid schwiegen die Herren Unterländer und Singhammer größtenteils. Die Stadt München hat dieses Projekt bekämpft und somit diese wahnwitzigen Pläne verhindert hat. Und während von Stoiber und Huber Zeit und Geld vergeudet wurden, hat man keinerlei Alternativplanungen geprüft. Dies kann keinesfalls der Stadt München angelastet werden, die immer konstruktiv an vernünftigen Lösungen - auch auf eigene Kosten - gearbeitet hat. Zudem hat die rot-grün geführte Landeshauptstadt bereits vor Jahren das Konzept einer Express-S-Bahn auf der Osttrasse mit Untertunnelung zwischen Zamdorf und Johanneskirchen vorgestellt.
Alexander Reissl, Fraktionsvorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion:
"Diese Aussage Unterländers schlägt dem Fass doch den Boden aus - an Unverschämtheit ist das nicht zu überbieten! Da die Staatsregierung unter Stoiber und Huber ewig am Transrapid festgehalten hat, konnte die Stadt München die S1-Strecke nicht planen. Und Unterländer und Singhammer haben aus lauter Furcht vor der eigenen CSU immer brav den Mund gehalten, als diese den Transrapid durch die Fasanerie donnern lassen wollte. Sich jetzt hinzustellen und die Schuld bei der Stadt zu suchen, ist eine bodenlose Frechheit. Denn die Stadt hätte planen können, wenn nur der Aufgabenträger Freistaat gewollt hätte. Außerdem haben wir das M-Express-Konzept schon vor Jahren vorgelegt und immer für eine vernünftige Lösung, auch für die jeweiligen Anwohner, gekämpft."
Dr. Reinhard Bauer, Stadtrat:
"Während der Transrapiddebatte standen wir immer an der Seite der Streckenanwohner, und haben den Widerstand mitorganisiert. An der S1 konnte nichts geplant werden, weil der Freistaat es nicht zuließ. Es ist ein allzu peinliches Manöver von Singhammer und Unterländer, jetzt der Stadt Vorwürfe zu machen. Die örtliche CSU sollte sich besser mit dem neuen Wirtschaftsminister Zeil auseinandersetzen. Die Bürgerinnen und Bürger lassen sich nicht für dumm verkaufen."


