Tram nach St. Emmeram - SPD-Erfolg für München und späte CSU-Einsicht
24.06.2008: Nach einem Jahrzehnte andauerndem Tauziehen mit der CSU kann die SPD-Stadtratsfraktion für sich einen großen Erfolg verbuchen: In der gemeinsamen Sitzung des Wirtschafts-, Planungs-, Kreisverwaltungs- und Bausausschusses wurde heute dem Trassierungsbeschluss für die Straßenbahn nach St. Emmeram mit geringfügigen Ergänzungen zugestimmt.
|
Alexander Reissl |
So soll auf Antrag der SPD geprüft werden, ob an der Endhaltestelle ein Park&Ride-Parkplatz möglich ist. Die Option einer Verlängerung der U-Bahn zum S-Bahnhof Englschalking wird aber nicht begraben. Eine Entscheidung bei der Express-S-Bahn zum Flughafen und die Verlegung der S-Bahn in einen Tunnel sind Voraussetzungen zur Klärung dieser Frage. Entgegen allem Wahlkampfgetöse hat auch die CSU nun der Straßenbahn zugestimmt. Diese späte Einsicht ist zu begrüßen. Besonders in Hinblick auf die großen Neubebauungsflächen an der Cosimastraße und auf dem Prinz-Eugen-Areal wird der gesamte Stadtteil von der neuen Strecke profitieren. Die SPD hat dafür seit den frühen 80er Jahren gekämpft.
Alexander Reissl, Fraktionsvorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion: "Bogenhausen und die Tram als Verkehrsmittel werden damit gestärkt und attraktiver, die verkehrliche Situation vor Ort wird wesentlich verbessert. Auch die Wohn- und Geschäftsgebiete entlang der Strecke werden besser erschlossen. Wir sind über den Sinneswandel der CSU sehr erfreut, wenngleich er natürlich längst überfällig war. Für die Tram nach St. Emmeram hat die SPD im Stadtrat und in Bogenhausen bereits jahrzehntelang gekämpft."
Christiane Hacker, Stadträtin im 13. Stadtbezirk: "Nun hat unsere politische Arbeit und unser Ringen für die Tram Erfolg und ab 2011 wird man sehen, wie wichtig dieses Verkehrsmittel für den Münchner Nordosten ist. Endlich ist die CSU wieder zur Sachfrage zurückgekehrt und hat ein Einsehen. Das ist eine großartige Entscheidung für Bogenhausen und seine Bürgerinnen und Bürger."
Weitere Informationen:
Peter Scheifele, Pressesprecher Tel. (089) 233-92639
p.scheifele@muenchen.de Fax (089) 233-21836


