CSU spricht mit gespaltener Zunge
20.06.2008: In der Frage des rhythmisierten Ganztagesunterrichts spricht die CSU mit gespaltener Zunge. Nach jahrzehntelangem Leugnen hat sie erkennen müssen, dass die Vereinbarkeit von Bildung, Familie, Schule und Beruf über den Weg der Ganztagesschule führt.
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Alexander Reissl |
München, 20.06.2008 ----- In der Frage des rhythmisierten Ganztagesunterrichts spricht die CSU mit gespaltener Zunge. Nach jahrzehntelangem Leugnen hat sie erkennen müssen, dass die Vereinbarkeit von Bildung, Familie, Schule und Beruf über den Weg der Ganztagesschule führt. Die moderne Schule bedeutet aber für die SPD nach wie vor nicht nur "Bildungsverwahranstalt". Die Stadt München hat bei der übereilten Einführung des achtjährigen Gymnasiums bereits schmerzlich erlebt, wie der Freistaat bei der Finanzierung seiner schlecht durchdachten, von Ideologien geprägten Bildungspolitik die Kommunen im Regen stehen lässt und hinhält. Die CSU spürt nun den Druck der Bevölkerung, endlich Ganztagesschulen einzuführen. Wie immer hat sie diese SPD-Forderungen jahrzehntelang abgelehnt und verkauft sie nun als eigene, ganz neue Erfindung. Ebenso die Forderungen nach Durchlässigkeit zwischen den Schulformen, Frühförderung, Schulsozialarbeit und Integration. Die Finanzierung bürdet sie aber den "bösen", weil SPD-regierten Kommunen auf und schickt ein Paket Wahlkampfgetöse mit.
Alexander Reissl, Fraktionsvorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion: "Da gehört schon etwas dazu, dass die CSU sich erdreistet, der Stadt hier Vorwürfe zu machen. Die gleiche CSU regiert seit 51 Jahren in Bayern und hat jetzt nach Jahrzehnten die Ganztagsschule für sich entdeckt - Guten Morgen! Die selbe CSU hat das Desaster der überhitzten Einführung des achtjährigen Gymnasiums zu verantworten, die selbe CSU drückt sich stets um die Finanzierung. Sie bürdet sie den Kommunen bei allen Bildungseinrichtungen wie Krippen, Kindergärten, Horten und vor allem Schulen auf. Geklaute Konzepte, die man jahrelang verteufelt, als eigene ausgeben und dann noch nicht mal selbst bezahlen wollen!"
Diana Stachowitz, Korreferentin des Schul- und Kultusreferats sowie schul- und sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Münchner Rathaus: "Nach der Hinhaltetaktik des Freistaates bei der Finanzierung des achtjährigen Gymnasiums ist die Stadt München gebranntes Kind. Die CSU spricht mit gespaltener Zunge und verkauft die Münchnerinnen und Münchner für dumm. Leittragende sind wie eh und je die Kinder, deren Eltern und die Lehrerinnen und Lehrer. Aber so ein unanständiges Verhalten rächt sich bei der Landtagswahl."
Weitere Informationen: Peter Scheifele, Pressesprecher Tel. (089) 233-92639 p.scheifele@muenchen.de Fax (089) 233-21836


