Frauenherzen schlagen anders!
22.02.2008: Gendermedizin: Chancen der geschlechter - differenzierenden Sichtweise nutzen!
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Monika Renner |
Dass aufgrund der Geschlechterdifferenz Herzerkrankungen verschieden verlaufen und damit auch konsequenterweise eine andere Therapie erfordern, ist mittlerweile Konsens in der Human-Medizin. Es wird aber von Wissenschaftsseite her vermutet, dass diese geschlechterspezifische Verschiedenheit auch andere Erkrankungen betrifft.
Auf Antrag der SPD-Stadtratsfraktion wird in Zusammenarbeit mit dem städtischen Klinikum und den medizinischen Fakultäten der Münchner Universitäten eine Veranstaltungsreihe durchgeführt, mit dem Ziel, den Themenkomplex insgesamt bekannter zu machen und über die neuesten Erkenntnisse zu Genderaspekten in verschiedenen Fachdisziplinen zu informieren. Im Gesundheitsausschuss des Stadtrates wurde diese Initiative zu mehr Information über den Bereich der Gendermedizin vorgestellt und einstimmig beschlossen.
Monika Renner, Mitglied im Gesundheitsausschuss: "Vor allem Herz,-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen, Lungenerkrankungen, Rheuma, Hypertonie, Diabetes mellitus oder Depressionen sind Krankheitsbilder, die an vorderster Stelle in der Morbiditäts- und Mortalitätsstatistik der BRD stehen. Die neuen Erkenntnisse der Gendermedizin müssen als innovatives Wissen umgehend in die medizinische Aus- und Fortbildung und entsprechend in die therapeutische Umsetzung gelangen."
Dr. Ingrid Anker, Mitglied im Gesundheitsausschuss: "Es gibt sowohl bei Prognose, als auch in der Therapie relevante geschlechterspezifische Unterschiede. Diese Erkenntnisse müssen Eingang in die alltägliche Gesundheitsversorgung finden."


