Neue Realschule für München
31.07.2010: Geht ja doch. Hätte aber auch einfacher sein können. Jetzt bietet das bayerische Kultusministerium der Stadt an, eine neue staatliche Realschule einzurichten. Damit ist die Stadt einverstanden, hat der Stadtrat am Mittwoch beschlossen.
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Alexander Reissl |
Die neue Schule gibt’s natürlich noch nicht zum Schuljahresbeginn im September. Dafür muss die Stadt erst ein Schulgebäude bauen oder zur Verfügung stellen. Das ist die gesetzlich Aufgabenteilung. Für den sogenannten Sachaufwand sind nämlich die Gemeinden zuständig, für den Schulbetrieb das Land. Voraussichtlich wird die Schule im Münchner Nordwesten entstehen, dort entwickelt sich zur Zeit die Nachfrage am stärksten.
Solange muss aber auch niemand warten. Der Staat hat nämlich ebenfalls angeboten, an einer städtischen Realschule sogenannte Vorläuferklassen einzurichten. Das wird wohl an der Artur-Kutscher-Realschule in Moosach stattfinden.
Sehr viele Eltern erwarten mittlerweile, dass an der Schule ihrer Kinder auch Ganztagesbetrieb angeboten wird. Leider ist das an den staatlichen Realschulen noch nicht der Fall. Deswegen hat der Stadtrat das Kultusministerium gebeten, diese Vorläuferklassen im Ganztagesbetrieb zu führen.
Die Errichtung einer neuen Schule ist die bessere Lösung. Der Trend, weg von der Hauptschule, hin zu Realschule und Gymnasium wird nämlich anhalten. Wie schon in den letzten Jahre werden immer weniger Kinder auf die Hauptschulen wechseln, die Zahlen der Fünftklässler an Realschulen und Gymnasien dagegen weiter steigen.
Schulverbünde von Hauptschulen und Realschulen könnten das Problem noch leichter lösen. Aber das lässt die bayerische Schulpolitik leider nicht zu, würde doch dadurch das dreigliedrige Schulsystem in Frage gestellt.
Alexander Reissl


