Kulturausschuss
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Die SPD-Mitglieder des Kulturausschusses / Foto: Götz |
Im Kulturausschuss werden wichtige Entscheidungen für das kulturelle Leben in München getroffen. Als Kulturpolitikerinnen und Kulturpolitiker tragen wir die Verantwortung, das vielfältige Kulturleben der Landeshauptstadt zu bewahren und auszubauen.
Wir fördern Künstler und Künstlerinnen, Projekte und Veranstaltungen der bildenden und darstellenden Kunst, der Literatur, von Film und sonstigen Medien, in der vielfältigen Sparte Musik, auf den Gebieten der Volkskultur und interkulturellen Kunst, im europäischen Zusammenhang und selbstverständlich spartenübergreifend.
Wir sind verantwortlich für unsere städtischen Einrichtungen, die Stadtbibliothek, die Volkshochschule, die Kammerspiele mit der Otto-Falckenberg-Schule, das Volkstheater, das Theater der Jugend, das Deutsche Theater, die Galerie im Lenbachhaus, das Stadtmuseum mit den Teilmuseen Film- und Fotomuseum, das Jüdische Museum, die Villa Stuck, die städtischen Atelierhäuser, die Monacensia, die Villa Waldberta, die Stadtteilkulturzentren und die Münchner Philharmoniker.
Ein wichtiges Thema ist für uns die kulturelle Bildung, weil sich Kultur nicht von selbst vermittelt, sondern gelernt werden muss, und zwar von Kindesbeinen an bis ins hohe Alter.
Die Erinnerungskultur ist für uns ein weiterer zentraler Schwerpunkt. Ergänzend zum jüdischen Zentrum und zur Umgestaltung des Platzes der Opfer des Nationalsozialismus haben wir mit dem Antrag „Neue Formen des Erinnerns und Gedenkens“ das Projekt Memory Loops www.memoryloops.net/de/intro von Michaela Melian initiiert. Voraussichtlich 2014 wird das NS-Dokumentationszentrum als Lern- und Erinnerungsort zur Geschichte des Nationalsozialismus eröffnet.
Daueraufgabe ist es, für eine ausreichende Zahl an Künstler-Ateliers zu sorgen. Bedingt durch die Wirtschaftsstruktur (kleines und mittleres Handwerk) – fehlen die großen aufgelassenen Werkhallen, die sich in kostengünstige Ateliers umwandeln lassen. Die Stadt München wird deswegen neben den eigenen Atelierhäusern und Mietkostenzuschüssen für privat angemietete Werkräume einen neuen Weg entwickeln. Ein Kreativquartier soll neuen Raum schaffen um langfristig niedrige Ateliermieten für Münchner Künstler und Künstlerinnen zu erhalten.
Im folgenden seien weitere Projekte genannt, die der Kulturausschuss in den letzten Jahren erfolgreich auf den Weg gebracht hat:
Wir planen und bauen an weiteren Stadtteilkulturzentren in Neuperlach und Neuhausen. Bereits in den letzten Jahren konnten viele kulturelle Zentren eröffnet werden und bieten somit lokalen Vereinen und Initiativen einen Treffpunkt. Mehr als 30 dezentrale Kulturorte bilden eine Ergänzung zum größten Kulturzentrum in Europa, dem Gasteig. Die SPD hat sich seit jeher für Kultur in den Stadtvierteln eingesetzt.
Das Deutsche Theater wird für ca. 80 Millionen Euro umfassend saniert und kehrt voraussichtlich 2013 von seinem Ersatzspielort in die Schwanthaler Straße zurück.
Das Lenbachhaus wird für ca. 50 Millionen Euro generalsaniert. Die Wiedereröffnung ist 2013 geplant.
Außerdem wurde ein Museumsdepot in Freimann gebaut, welches die Exponate des Stadtmuseums, der Villa Stuck und des Jüdischen Museums beherbergen soll, die gerade nicht ausgestellt werden. Die Kosten dafür lagen bei 29 Millionen Euro.
Wir bieten weiterhin die größte Volkshochschule Deutschlands und das breiteste Angebot an Stadtteilbibliotheken. Das Seminarhaus Buchenried am Starnberger See wird für knapp 10 Millionen Euro modernisiert, wovon die Stadt 5 Millionen Euro Investitionszuschuss gibt. Die neue Mittelpunktsbibliothek mit VHS-Außenstelle im Neuhauser Trafo wurde eröffnet. Ein neuer Bibliotheks- und Volkshochschulstandort wird in Feldmoching-Hasenbergl gebaut.
Stadträtin Dr. Ingrid Anker, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Stadtratsfraktion: "Bildung und Kultur sind die eigentlichen Ressourcen des möglichen Zukünftigen. Ein Schwerpunkt unserer kulturpolitischen Arbeit ist die kulturelle Bildung. Diese soll Kinder und Jugendliche zur Teilhabe an Kunst und Kultur und den kulturellen Angeboten unserer Stadt befähigen. Kulturelle Bildung per se ist persönlichkeitsbildend, dient der sozialen Integration und ist somit auch ein Beitrag zum sozialen Frieden. Jenseits der kulturellen Bildung für die nachwachsende Generation wollen wir uns für altersbegleitende kulturelle Bildung einsetzen."
Stadträtin Monika Renner, Mitglied im Kulturausschuss: Wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen auch, sind in der Kunstszene Künstlerinnen noch nicht auf dem gleichen Werte-Stand wie Künstler. Allerdings hat sich in letzter Zeit, bedingt durch Frauenbewegung und politisches Handeln der Abstand verringert. In München setzt die Kulturverwaltung im Auftrag des Stadtrates seit den 90er Jahren sogenannte Gender-Mainstream-Strategien (GMS) um. Dadurch hat sich das Geschlechter-Verhältnis in Bezug auf die Vergabe von Förderpreisen, Stipendien und Kunst-am-Bau-Aufträgen gut eingependelt. Ein Defizit besteht noch bei Preisvergaben für ein Lebenswerk, Einzelausstellungen und Kunstankäufen. Durch die bewusste Besetzung von Fachjurys wird hier nachhaltig eine nachvollziehbare geschlechtergerechte Situation hergestellt werden.
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