DGB-Index Gute Arbeit für München nutzen
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Alexander Reissl, Fraktionsvorsitzender |
Antrag:
Der DGB-Index Gute Arbeit wird auch in München erhoben. Im Rahmen einer schriftlichen Befragung werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus allen Branchen, Einkommensgruppen und Beschäftigungsverhältnissen nach ihrer Sicht auf die Arbeitsgestaltung befragt.
Der DGB-Index Gute Arbeit ist ein Maß für die Qualität der Arbeits- und Einkommensbedingungen. Die Indexwerte signalisieren, in welchem Grad die Arbeitssituationen der Beschäftigten den Kriterien für Gute Arbeit gerecht werden. Der Index wird differenziert nach Branchen, Beschäftigungsverhältnissen und Geschlecht aufgegliedert.
Das Ergebnis der Befragung dient als wichtige Grundlage für die politische Arbeit der Landeshauptstadt München.
Begründung:
Die DGB-Index GmbH führt seit 2007 in verschiedenen Branchen Befragungen zur Qualität der Arbeit aus Sicht der Beschäftigten durch. Auf dieser Grundlage kann inzwischen schon eine Entwicklung der Arbeitsqualität nachgezeichnet und gesellschaftliche Entwicklungen mit Zahlen belegt werden.
Durch die Erstellung eines Index für München werden die Unterschiede zur bundesweiten Situation deutlich. Folgende Fragestellung spielen unter anderem eine Rolle: Wo liegen Probleme oder Bedürfnisse die für München spezifisch sind? Arbeiten die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in München durchschnittlich länger oder kürzer? Arbeiten mehr oder weniger im Schichtbetrieb? Und was bedeutet dies für die Landeshauptstadt München?
Durch den DGB-Index können aber auch bestehende Initiativen und Projekte der Stadt überprüft werden. So könnte herausgearbeitet werden, ob sie den Bedürfnissen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entsprechen oder in Teilbereichen neu ausgerichtet werden müssen. So beschäftigt sich der DGB-Index zum Beispiel sehr ausführlich mit dem Bereich der Gesundheit und der Belastung durch Arbeit. Eine wichtige Schlussfolgerung für Initiativen der Stadt wäre zum Beispiel, in welchem Maße Münchner Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen von körperlich schwerer Arbeit betroffen sind oder ob die emotionalen Anforderungen im Vordergrund stehen.
Grundsätzlich könnten aber durch den DGB-Index auch Erkenntnisse gewonnen werden, die als sozioökonomische Grundlage für kommunale Fragestellungen dienen, wie zum Beispiel das Durchschnittseinkommen der Münchner Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
gez.
Alexander Reissl
Helmut Schmid
Horst Lischka
Stadträte der SPD-Fraktion
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